Heute hatte ich vor einem Meeting noch ein paar Minuten am Nachmittag, um mich geistig auf die bevorstehende Aufgabe vorzubereiten. Ein kurzer Spaziergang am See bot sich an. Und der hat sich optisch gelohnt. Genau wie die Frau im Vordergrund starrten viele Leute in den Himmel und auf den See hinaus. Ein ganz speziell schönes Lichterspiel, das wir alle da erlebt haben.

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Dieses Wochenende haben wir uns nicht zum ersten Mal die Leichtigkeit des Seins, des Lebens in der Schweiz durch die Seele gezogen. Ein schönes Sommerwochenende bietet unglaublich viele Möglichkeiten, von der Bergtour im Engadin zum Eidgenössischen Schwinger- und Älplerfest in Frauenfeld, von der Badi an der Limmat bis zum Fussballmatch irgendwo auf einem der unzähligen Plätze im ganzen Land. Für uns stand dieses Wochenende unter zwei ganz unterschiedlichen Sternen. Erst – und das dann tatsächlich auch unter Sternen - haben wir einen Bummel dem See entlang gemacht um am Samstagabend die besondere Stimmung am alljährlichen Theaterspektakel auf der Landiwiese zu geniessen. Meine Begleiterin und ich waren schon letztes Jahr zusammen hier und der Zufall wollte es, dass wir uns justament am gleichen Bartischchen wieder fanden, wie vor 12 Monaten und auch diesmal wieder ein schönes Turbinenbier gegen den ärgsten Durst genossen. Danach begaben wir uns ins Zelt hinter uns, wo man uns aus einer aufreizenden Auswahl von Gerichten ein wunderbar gemachtes Lammtajine mit Couscous servierte. Zu einem sehr zivilen Preis, von sehr freundlichem Wirtschaftspersonal. Wie man an einem grossen Volksfest wie dem Theaterspektakel so gutes Essen servieren kann, ist mir praktisch ein Rätsel. Unser Essen war liebevoll zubereitet und hat ausgezeichnet geschmeckt. Genau so – wie offenbar – auch das an benachbarten Tischen.

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Die Heimfahrt traten wir bei (fast) Vollmond auf dem MS Bachtel an, das uns hinüber auf die andere Seeseite an den Tiefenbrunnen brachte, von wo aus wir uns eilig auf’s Tram und dann an den Glacé-Stand von Mövenpick am Bellevue begaben. Alles, nachdem wir einen Blick über die Seebühne, hinüber in meine Heimat am anderen Seeufer, geworfen hatten.
Der nächste Tag, Sonntag, stand dann unter ganz anderen Zeichen. Wir fuhren hinaus, auf den Bauernhof Niffel, da etwas abseits der Strasse von Nottwil nach Wolhusen, im tiefsten Luzerner Hinterland. Auf dem Bauernhof haben wir uns in aller Ruhe, bei sengender Hitze mit einem Labyrinth auseinander gesetzt, dass aus Dutzenden von verschiedenen, in konzentrischen Kreisen gepflanzten Bäumen bestand. Es ging nicht darum, in dem Labyrinth einen Weg zu finden, der hinaus oder herein geführt hätte. Nein, wir haben in ruhigem, besonnenem Gang das ganze Territorium auf den richtigen Trampelpfaden durchgangen, haben uns im Zentrum um unser Zentrum gekümmert, haben geruht, gesonnen, genossen. Ohne Hast ohne Ziel, ohne jemals auf die Uhr zu schauen. Treiben lassen, kann man sich da auf dem Bauernhof mit seinen idyllischen Kraftplätzen, Weihern, riesigen Bäumen, Alleen von Apfelbäumen, langen Spalieren von Himbeerstauden. Dazu immer einen Schluck vom ausgezeichneten Wasser aus der Quelle auf dem Hof, gegen die Hitze, für die Seele. Ein halber Tag auf dem Gelände und man spürt den inneren Klang von Ferien in sich.

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Die Streetparade war wieder einmal der Anlass, der Zürich gerockt hat. Tausende und Abertausende von Leuten, heisse Musik, eine absolut umwerfende Anzahl von toll aufgebrezelten Girls, aufreizende Möpse, Popos, Beine, viel nackte Haut. Schöne Frauen, coole Männer, gute Laune, trotz des durchzogenen Wetters. Aber die Streetparade ist auch mehr. Das hier zum Beispiel:

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Soll mal einer sagen, die Schweizer Armee sei für nix nütze!
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Ob es wohl am Neumond lag, dass sich diese Woche so ausgezeichnet dafür eignete, am Aufbau von Magengeschwüren zu arbeiten? Es gab so viel, über das man sich ärgern konnte. Rein lokal, übrigens. Hier in der kleinen Schweiz, nicht im Golf von Mexico – obwohl das sicher das ganz grosse, globale Ärgernis war.
Nein, auch hier in der heilen Welt, die sich ‘Schweiz’ nennt, kann man sich aufregen, wenn man sich so umsieht. Fängt bei mir doch glatt mit dem überflüssigen Schmarotzerkanton mit dem Tobleroneberg an. Wegen ein paar blöden Kühen und Schafen knallen die den mühseligst und unter riesigem Aufwand (Kosten!) wiederangesiedelten Wolf ab. Wie immer, die Walliser kümmern sich einen Dreck um die Tatsache, dass sie Teil eines Staatenbundes sind und sich in gewissen Dingen halt unterzuordnen haben. Wie immer tun sie das hingegen nur, wenn es von den anderen Kantonen Kohle, Subventionen und finanzielle Rettungsunterstützung zu holen gibt. Die einzige Gegenleistung, die uns aus dem Rhonetal erreicht, ist die von dort unten aus gesteuerte Verbreitung des verbrecherischen Katholizismus und der Freysinger. Den ganzen Laden sollte man nach Montenegro verkaufen. Den Jura gibt’s gleich gratis dazu!
Rücken wir doch mal näher an Zürich. Eins meiner Lieblingsthemen macht mal wieder die Medien – in diesem Fall die online Ausgabe vom heutigen Tagi:
Die A 320 der Edelweiss aus Faro (Portugal) setzte am letzten Donnerstag um 23.47 Uhr auf der Piste 28 in Kloten auf. Die Maschine mit 160 Passagieren an Bord hatte bereits beim Abflug in Faro masssiv Verspätung und verlangte schon vor dem Start eine Ausnahmebewilligung, die vom Flughafen Zürich erteilt wurde. Die Vereinigung Bürgerprotest Fluglärm Ost, welche die späte Landung gestern publik machte, will nun beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) eine Beschwerde wegen Verletzung der Nachtflugsperre einreichen.
Für wie doof hält diese ‘Vereinigung Bürgerprotest’ den Rest der Welt eigentlich? Sind die ernsthaft dem Irrtum aufgesessen, das wir alle nichts wissen?
Zum Beispiel, dass kaum je einer dieser Protestler schon vor der Inbetriebnahme des Flughafens in Kloten (1948!) nur schon in der Nähe gewohnt hat, geschweige denn geboren war?
Dass die Tatsache, dass in der näheren Umgebung eines interkontinentalen Flughafens ab und zu ein Flugzeug zu sehen und hören ist, bereits in den Immobilien- bzw. Mietpreisen abdiskontiert ist? Profitiert haben diese Blagöögis also längst!
Dass (und das kann ich beurteilen, ich habe ein paar Jahre lang unter den Convair 990 Coronados die Chocks weggezogen, bevor sie zu rollen anfingen) die heutigen Flugzeuge mit ihren Mantelstrahltriebwerken eigentlich säuselleise sind?
Dass diese Quäägis alle zu Fuss zur Arbeit und in die Ferien gehen, so wie die Leute, die den Amis vorwerfen, sie täten alles nur wegen dem Öl?
Also fassen wir die notwendigen Massnahmen zusammen: Wer gegen den Betrieb des Flughafens motzt, darf ins Wallis wandern. Dort kriegt er dann einen montenegrinischen Pass, kann mit den Kollegen aus dem Jura etwas Absinth sippen und soll die Ruhe geniessen.
Bis das der Wolf sie hole.
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Sodeli, jetzt habe ich mal die Blumenvase, die ich als Finanzierungsquelle für meine Poker-Verluste verwende, umgedreht und sortiert. Das kam dabei raus:

Ich hab’s noch nicht gezählt, nur mal so überschlagsmässig, mit der sehr präzisen Küchenwage gewogen. Die Gewichte und ihre Beziehung zu Stückzahlen kann man problemlos ab diesen Münzbanderolen ablesen, die’s auf der Post gibt. Wenn man den arithmetischen Dreisprung aus der Primarschule noch nicht vergessen hat, ist das dann leicht ausgerechnet. Ich hatte ja mal gehofft, ich könne mit dem Münz das bereits bestellte iPhone4 32 GB finanzieren. Irrtum, es wird nicht nur für das herbeigesehnte Telefon, sondern auch noch für eine üppige Anzahlung ans ebenfalls erträumte iPad reichen.
Die einfachste Art, ein wenig Geld auf die Seite zu ackern. Einfach das Münz das man so mit sich rumschleppt, in eine Vase kippen, alle paar Tage mal. Dann darf man nur beim Pokern nicht zu viel verlieren und schon ist man flüssig, wenn die Leuts in Cupertino wieder mal die neuen Produkte im Schnellfeuer lancieren.
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Auf einem Spaziergang durch die alten Teile meiner Stadt kann man sich wunderbar in anderen Jahrhunderten verlieren. Die Häuser an diesem Gässchen, der Frankengasse, sind alle am Anfang des 15. Jahrhunderts gebaut worden. Über den Türstöcken der Häuser oft deren Namen und das Baujahr. Hier ist fast alles noch so, wie es damals gewesen sein muss…

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Zürich, ich liebe Dich.
/iPhone 3G
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Da ist ja einer, der wunderbar zum Hipstamatic-Appeal von meiner iPhone Cam passt. Steht seit ein paar Tagen vor unserem Haus. Zwar trübt die Schweizer Autobahnvignette an der Frontscheibe das optische Erlebnis. Das wird allerdings relativiert dadurch, dass da auf der Hutablage die originalgetreue Klopapierrolle im selbstgehäkelten Überstülper trohnt. Der Wagen hat ZH-Kennzeichen und dürfte ein Modell 601P sein. ‘Trabbi’ Trabant.
Sozialistische Wertarbeit aus Zwickau.
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Bin etwas irritiert. Denn irgendjemand suggeriert mir zumindest, dass er oder sie bei mir Zeug liest, das ‘heikel’ wäre. Sei’s gesagt, wenn es irgendwas hei
kles gäbe, dann wäre das höchstens in meinem Mailverkehr zu finden. Den hielt ich zumindest für sicher. Da ich kaum Mails geschrieben habe, in letzter Zeit, ausser an eine bestimmte Adresse im Ausland (D), liegt nahe, dass entweder dort oder doch bei mir irgendwas nicht dicht ist.
Oder ich werde verarscht. Die Wortwahl, die Schreibfehler (Himmel, ich bin ein Guy – und alles andere als ‘gay) deuten auf eine geistig eher minderbemittelte Person hin, die weder Englisch noch Deutsch zum eigenen Sprachschatz zählen kann.
Diese SMS ging eben von Bluewin (so nennt sich das noch, wenn ich eine Servermitteilung sehe) bei mir ein und mich nähme ja schon Wunder, wo sie herkam. Hat irgendjemand da draussen Erfahrungen mit sowas? Ich fühle mich überhaupt nicht bedroht, mir geht es nur darum, meine Korrespondenten und Korrespondentinnen zu schützen, denn in den Mails wird hin und her gequoted, klar. Allerdings bezieht sich der Absender der SMS nicht auf Mail, sondern auf ‘internet’. Kann also auch jemand sein, dem auf meinem Blog etwas nicht gefallen hat.
Das grosse Rätsel am Schluss: Wozu der Smilie da?
Bin an jeder möglichen Theorie interessiert. Ich mag nämlich sowas ganz und gar nicht. Nicht mal, wenn es ein Scherz sein sollte. Klar, habe ich zurückgeschrieben, Servermeldung von Bluewin war, das die Antwort abgeliefert worden sei. Seither habe ich nichts mehr gehört.
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