Unter dem Titel ‘Blog-Blabla: Verbaldresche für Kritiker’ schreibt David Bauer in der gestrigen, papierigen Sonntagszeitung ein Resumé über die Auswirkungen seines Artikels in der vorangegangenen, sonntäglichen Ausgabe des Tamedia-Produkts. Da will ich gar nicht gross darauf eingehen, einige Wogen haben in der Blogosphäre gewogt, viele Blogger haben damals gelesen und sich ihr Teil gedacht. Inzwischen ist bis auf ein paar kleinere Buschfeuer wieder Ruhe eingekehrt, scheint mir.
Was mir am neuesten Artikel David Bauer’s aber irgendwie doch sauer aufstösst – und darum komme ich jetzt nochmal mit dem – ist der Schlussatz, mit dem wohl dem ziemlich belanglosen Geschreibe davor Gewicht gegeben werden sollte. Tönt ach! so clever, denn über die Schweizer Blogosphäre meint er da zusammenfassend und geradezu vorwurfsvoll:
“Man beruft sich auf die Meinungsfreiheit, gönnt sich aber Narrenfreiheit.”
Die Narrenfreiheit, werter David Bauer, ist eine Teilmenge der Meinungsfreiheit. Sollten gerade Sie als Journi eigentlich wissen, denn nur diese Tatsache erlaubt es Ihnen und Ihren Gildeschwestern und -brüdern mit Ihrer Tätigkeit auch Geld zu verdienen. Wenn sie keine Narrenfreiheit hätten, könnten Sie den Stuss, den Sie schreiben nicht schreiben.


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so schlecht bauers letzter satz war, so gut war dein letzter satz resp. der ganze letzte abschnitt.