So erschütternd, traurig und tragisch die Erdbebenkatastrophe in den Italienischen Abruzzen sein mag, so realitätsfremd , schleimerisch und peinlich fehl am Platz sind die nun lancierten Spendenaufrufe von Caritas und Glückskette. Einerseits hat die Italienische Regierung bereits Soforthilfe aus der Schweiz (Suchhunde, Suchtrupps etc.) abgelehnt und andererseits ist das Land mit Sicherheit nicht auf finanzielle Hilfe aus dem Ausland angewiesen, wenn es um die längerfristige Behebung der Folgen dieser bedauerlichen Kalamität geht.
Während ich der Regierung und dem offiziellen Italien weder den wahren Willen noch die notwendige unternehmerische Kompetenz zutraue, die für eine schnelle und nachhaltige Reparatur der entstandenen Schäden an der Infrastruktur an den Tag zu legen sind, gibt es im Land selber mindestens drei Organisationen, deren finanzielle Potenz und organisatorische Cleverness weit über die momentan durch das Erdbeben geforderten Standards hinausgehen:
Die Camorra, Berlusconi’s Fininvest und die römisch-katholische Kirche (Reihenfolge der Nennung zufällig).
Man lasse die mal machen, wie sonst ja auch immer.

