Leumund Christian fordert uns auf, eine Fotografie zu posten, die für uns eine besondere Bedeutung hat, die wir noch in 40 Jahren (na ja, ich wohl kaum mehr) immer wieder ansehen werden, weil sie uns an etwas erinnert, das uns im Leben bewegt hat.
Hier ist mein Bild. Es ist weder künstlerisch etwas besonderes, noch ist es technisch gelungen. Ort und Zeit an und in denen es geschossen wurde, sind aber historisch, ich war Zeitzeuge eines der grössten politischen Umstürze der letzten Jahrhunderte.
Der Zufall wollte es, dass ich vor fast genau 20 Jahren, Mitte November 1989, einige Tage in (West-) Berlin verbracht habe – justament während des ‘Mauerfalls’. Das Bild zeigt einen Volkspolizisten, der unmotiviert und unbewaffnet beobachtet, wie Westberliner am Brandenburger Tor auf der von ‘Mauerspechten’ fast vollständig weggemeisselten Mauer herumklettern.
Fallende Schlagbäume, Trabis im Westen, mit Bananenschalen überquellende Mülleimer…Was ich in jenen Tagen in Berlin erlebt habe, war die Manifestation des nachhaltigsten politischen Ereignisses, das ich jemals erleben durfte.
PS: Das Bild wurde hier schon einmal publiziert, vor ein paar Jahren. Viele Leserinnen und Leser werden es noch nicht gesehen haben
Nachtrag: Christian hat hier die erste Ladung der Einsendungen publiziert. Tolle Fotos, tolle Geschichten dahinter!






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