Päärli-Umi mit Hampi und Küde

von Ray am 22/11/2009

in Gebloggt

Wer weiss noch, wie das geht? Hampis und Küdes gibt’s auch heute noch zuhauf – allerdings heissen die meisten davon, den Zeichen der Zeit entsprechend, Mirko, Branko, Mehmet, Kevin oder Elliot (ja, ich kenne Menschen in der Schweiz, Schweizer, die ihren bedauernswerten Sohn ‘Elliot’ getauft haben). Nun, was Päärli-Umi ist, weiss vielleicht nicht gerade jeder, oder zumindest, er oder sie kennt das unter einem ganz anderen Namen. Dabei gibt’s das ganz bestimmt auf der ganzen Welt!

Zumindest der Welt, auf der es Kunsteis- oder sogar Natureisbahnen gibt. Päärli-Umi ist das, wenn man im Winter rund um die Eisbahn fährt, in einer Art von prä-pubertärem Paarungsritual. Gepaart. Irgendwann gibt man sich dann die Hand. Und wenn man sich (trotz schlotternden Knien) schon fast erwachsen fühlt, da auf dem Eis draussen, dann lässt man die Hand nicht mehr los, die man in Händen hält und koppelt sich aus dem Päärli-Umi Kinderkram aus, belächelt die Ungepaarten, sippt an der Ovi.

Vor wenigen Stunden war ich da noch ungewiss, heute weiss ich, auf der Herti (sah früher anders aus) in Zug hat das damals genau so funktioniert, wie auf der KEK (sah früher anders aus) in Küsnacht. Mein Schatz und ich waren damals einfach auf der falschen Kunsteisbahn. Ich habe dem falschen Schatz die Ovi gekauft, ihr falscher Schatz hat ihr Tiki! geholt, am Kiosk. Wir hatten die falschen Hände in den jeweils behandschuhten Händen, irgendwie. Sie die von Hampi (der Küde wollte nicht so) und ich die von Priska, manchmal Hanna (die wollte auch nicht so recht, hatte was mit Päde zu tun).

Jetzt, ca. 40 Jahre später ist alles anders.

Jetzt geh’ ich in die Küche und mach’ mal eine Ovi. Oder einen Kafi. Für meinen Schatz.

Ende Päärli-Umi.

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1 ChliiTierChnübler 22/11/2009 um 12:43

Lach wunderschön! Den Fave ich mal für eine Lesung.

Ich war ja im Eiskunstlaufkurs und er war Hockeyspieler. So traf man sich nicht auch noch dort, sondern im Hallenbad nebenan. Aber ich habe danach etliche Fränkler in die Eisbahnjukebox geworfen, um “unseren” Song immer wieder zu hören :) Ich sollte wieder mal schlöfle gehen…

2 rouge 22/11/2009 um 12:54

Hehehe… irgendwie bin ich gerade froh das ich praktisch nie auf Eisbahnen war :-)

3 Ray 22/11/2009 um 14:38

@CTC: Au ja, genau, die Musik! Bei uns gab’s keine Jukebox, wir mussten die Kioskfrau dazu überreden ‘unser’ Lied zu spielen. Hach, waren das schöne, unbekümmerte Zeiten! :-)

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