“Heb dr Sorg” hat sie geschrieben, vor wenigen Minuten. Sie kam wie ich, vor ein paar Stunden vielleicht, an einem anderen Ort von einer Beerdigung zurück nach Hause, sass vielleicht auch wie ich mal still da, schaute auf die Tastatur, dachte nach. Leere, Verluste, vergangene Zeiten, entschwundene Wärme, Kinderzeiterinnerungen, Mitleid, Leid, schlussendlich.
Dann schrieb sie mir diese drei Worte. “Heb dr Sorg”.
Es sind grosse Menschen, die in Zeiten der eigenen Niedergeschlagenheit noch daran denken, das Gefühl dafür aufbringen, dass es sonst wo noch andere Menschen gibt, denen es genauso schlecht geht.
Das, sind dann die ganz grossen Aufsteller im Leben, wenn man das Privileg hat, solche Menschen kennen zu dürfen. Ich darf.
Danke, S. Du bist wunderbar. Danke E., ohne Dich hätte ich das alles kaum überstanden, Du warst und bist mein Anker, Du bist bei mir und Du hast meine Hand gehalten, als mein Schmerz unerträglich schien, obwohl Deine eigene Trauer noch nicht abgeklungen war.
Jetzt bin ich wieder OK. Das Leben darf und soll weitergehen.


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