Rauch im Cockpit

by Ray on 05/02/2008

in Gereist

Auf dem automobilen Weg zum Tintensaufen im MusigBistrot in Bern ist was passiert, das ich nicht unbedingt gleich wieder einmal haben möchte. Hat mich doch mein TomTom Navigationsgerät – das mich schon Tausende von Kilometern zielsicher durch die Lande und die Städte gelotst hat, in die Innenstadt von Bern geführt und sich dann in den Baustellen um den Bahnhof dermassen verbissen, dass es den Weg an die Kreuzung Schwarztorstrasse/Mühlemattstrasse nicht mehr finden konnte. Es kommandierte mich unbarmherzig mitten hinein in den Baustellenschilf. Die Zeit war knapp, es blieb mir nichts anderes übrig, als das Gebiet um den Bahnhof manuell steuernd grosszügig zu verlassen – in der Hoffnung, dass TomTom dann eine andere Strecke, an den Baustellen vorbei berechnen würde. Soweit noch wenig dramatisch.

In dem Moment aber, in dem ich auf dem Display beobachtete, dass TomTom in Mathe tätig wurde, fiel mir ein beissender Geruch im Interieur des Wagens auf. Nicht lange, denn der Geruch verwandelte sich sehr schnell in weissen Rauch, der aus dem Zigarrettenanzünder quoll. Dort ist das Kabel zum TomTom eingesteckt – ich riss’ es mit der rechten Hand raus, während ich mit der linken das Fenster auf der Fahrerseite zwecks Luftzufuhr runterliess. Ich traute meinen Augen und Fingern kaum – nicht nur ware die Metallteile am Stecker vom TomTom-Stromkabel glühend heiss, der Stecker selber war angeschmolzen was den Rauch verursacht hatte. Das ganze Prozedere übrigens während der Fahrt, bei Dunkelheit, Regen und bei dichtem Verkehr. Nach zwei Minuten Weiterfahrt gab dann auch TomTom den Dienst auf – Akku leer.

Teufel nochmal.

Dank Handy und der richtigen Nummer, die dann die ganz richtige Nummer wiederum mobil von einem gmx-Account holen konnte, wurde ich telefonisch an den Zielort gelotst. Ein Gemeinschaftswerk von TomTom, Sony Ericsson, Apple und Nokia war das glaubs. Ohne die und hilfsbereite Blogger wäre ich glatt verloren gegangen.

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Gäng Näbu hinich - haze.ch
29/09/2008 um 21:01

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1 rouge 05/02/2008 um 8:58

Ja Bern ist ein heisses Pflaster für Autofahrer und Navigationsgerät ;-) Zum Glück ist nix Schlimmeres passiert.

2 Patrick 05/02/2008 um 9:30

das kommt davon, wenn man zürich untreu wird! ;-)

3 karin 05/02/2008 um 14:56

Ja, zur Zeit würde ich auch eher den Zug empfehlen für Reisen nach Bern… obwohl, bei dem Ghetto momentan und um den Bahnhof hilft das ja auch nicht viel, verläuft sich sowieso jeder.

Gut jedenfalls, dass es noch glimpflich ausgegangen ist…!

4 ChliiTierChnübler 06/02/2008 um 2:47

Gern geschehen :)

5 Peter 12/02/2008 um 3:51

Madrid schlägt Bern. Ich hoffe wenigstens an einem Tag an einen neuen Ort fahren zu können ohne mich zuerst zu verfahren – trotz TomTom.

6 Ray 12/02/2008 um 8:07

Wilkommen. Glaube ich Dir sofort! Ich bin schon oft in Madrid gefahren, jeweils ohne TomTom, allerdings. Abends in der Innenstadt ist das parkieren ein echt stimulierendes Erlebnis, vierte Reihe und so… :-)

Es ist erfrischend, jemanden zu lesen, der erkannt hat, dass die USA nicht bloss ein Land sind über das man lästert und unbedarfte Sprüche reisst.

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