by Ray on 18/02/2008
in Gelebt
Aber irgendwie schon gei
l. Den habe ich eben gekauft, nachdem ich ihn frühmorgendlich mit dem linken Auge beim Vorbeifahren gesehen hatte. Gleich hier um die Ecke, Showroom von einer Firma die eigentlich nix so über die Strasse verkauft. Die sind, wie ich inzwischen weiss, ein Design von moonich.de. Kein Schwein kann so einen Stuhl brauchen. Er ist von der Höhe her irgendwo zwischen Camping und Umpire beim Tennis anzusiedeln. Total unpraktisch, jenseits. Gut für den Yachthafen von Monte, die Beach am Silvaplanersee, oder sonstige Gelegenheiten, die einem das Leben nur herspielt, wenn man sie nicht wirklich braucht.
Genau sowas wollte ich. So einen Dödel-Stuhl. Steht jetzt im Gang, kommt später ins Schlafzimmer. Aus dem einfachen Grund, dass ich meine Klamotten irgendwo raufwerfen will, bevor ich mich ins Bett kuschle.
Fragen?
PS: Der Stuhl darf mit Werbeaufdruck nicht verkauft werden. Deshalb müssen ab jetzt alle so tun, als ob sie ihn so noch nie gesehen hätten…
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wohnung
Der Seebueb Ray hört gerade am Radio, dass in Meilen ein kleines Malör passiert ist. Die Brücke von der Fähre zum Festland sei verrutscht (heute war der See spiegelglatt!) und eins der transportierten Autos sei samt Fahrer in den See gefallen. Dem Mann geht’s offenbar gut, er konnte sich schwimmend retten. Ich hoffe, dem haben sie Glühwein gegeben. Gemäss Radiomeldung sucht man noch nach dem Auto. Viel Glück wünsche ich.
Der See ist sehr tief da an der Stelle – weiss ich, weil ich doch ab und zu mal dort am fischen zu sehen bin.
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zürich
Wer sich wohnungsmässig verändert, am Umziehen ist oder eben gerade mal war, wird sich daran erinnern. An das Gefühl, das durch einen fliesst, wenn
man sein ganzes materielles Leben irgendwie mal in den Händen hält, rumschiebt, in Kisten schleppt, abstaubt, was auch immer. Alles, das man hat, denn die Commodities, die sind auf der Bank und an die verliert man keine Sentimentalitäten.
Bei mir ist alles, das ich im Leben mit mir rumtrage durch meine Hände gegangen, in den letzten zwei Wochen. Darunter auch dieser Aschenbecher, den ich bereits als Nichtraucher gekauft habe, der nicht ganz billig war und der mir viel bedeutet. Der Flieger ist eine DC-8, die Airline die, welche es nicht mehr gibt. Die Erinnerung ist die an die Zeit, als ich am Flughafen in Kloten gemalocht habe. Auch auf der DC-8, natürlich. Auf der gestreckten, die bei der SATA unterwegs war sehr oft. Honey Cart gemacht für die und (damals war das ein Vollraucherflieger) die Aschenbecher geleert.
Nur wer das mal getan hat, weiss, wie viele Aschenbecher es auf einer gestreckten DC-8 hat…
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ich
Dank den Leuten in Schafisheim (das ist da rechts an der Autobahn, wenn man durch den Aargau in Richtung bernische Kultur
braust) kann man jetzt bei den niedrigen Autonummern besondere Schnäppchen machen. Das Radio 24 berichtete eben darüber. Die Aargauer haben eine grössere Zahl seit bis zu 10 Jahren zurückgehaltener Kontrollschilder für Auto und Motorrad – mit ganz wenigen Stellen. Es habe sogar einstellige Nummern darunter. Wer ein richtiger Raser sein und die Girls an der Chilbi in Unterkulm beeindrucken will, sollte sich da mal dahinter klemmen. Die Dinger kann man hier ersteigern. Die Nummern, nicht die Girls.
Allerdings und sowieso: Wer will schon ein ‘AG’ am Auto?
Bildquelle: Strassenverkehrsamt AG
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auto
Noch nicht ganz fertig, aber ich habe so lange wegen der Züglerei und der Plackerei vonwegen meinem Wohnortwechsel gejammert, dass
nun mal eine Foto vom gegenwärtigen Zustand – ganz ohne Umzugskartons! – fällig wurde. So sieht das hier jetzt aus, Blick vom Wohn- ins Esszimmer. Wer eifrig mitgelesen hat, mag sich ja an den Boden noch erinnern, da war ja mal ein Bild davon auf diesem Blog, als die Wohnung noch leer stand. Die Bilder an den Wänden fehlen jetzt noch, das Eine oder Andere müsste noch zurecht gerückt werden, gebügelt, vielleicht. Aber ich finde, es sieht für mich schon so gut genug aus. Jetzt fehlt nur noch jemand, der ab und zu hier ist und weiss, wo die Steak-Messer zu finden sind.
PS: Der Cocktail und die Weinflasche sind OK, da vom Nachbarn oben gesponsert bzw. mitgebracht.
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wohnung
Irgendwie ist’s ja herzig. Die Deutschen haben ihren Skandal mit den Steuerhinterziehungen. Uiuiui, da werden ein paar prominente Namen dann in etwas ungünstigem Licht dastehen. Die Medien werden da niemanden auslassen, die haben Blut geleckt, genau so wie die tolle Regierung von der “mächtigsten Merkelin” der Welt, mit der ja sonst nicht gross Staat zu machen ist. Im Moment ist die auf Tauchstation, deucht mich. Zurück zum Thema! Die Blätter, ja sogar das Öffentlichrechtliche schreien ‘SKANDAL!’
Dabei: Die sollten eigentlich die deutsche Volksseele nicht mit süffisanten Kavaliersdelikten aus der High-Society füttern, sondern eben diese mal etwas aufrütteln und zur Frage bewegen, warum denn dieser Skandal auch noch über die Lande ziehen muss, wo ‘Morgens um zehn’ die Welt noch für ein Frühstückchen in Ordnung ist (bei der Schwarzarbeit, versteht sich).
Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt.
Wird beschissen. Bei den Steuern. Und sonst auch. Ist ja klar, würde ich nicht anders machen.
Nur hätte ich mir keine solche Regierung, kein solches Regime hergewählt.
Wann gibt’s nach dem Arbeitlosen-, Weihnachts-, Urlaubs-, Kinder- Wohnungsgeld mal ein Wählergeld? Dumme Frage natürlich, das gibt es in Germania selbstverständlich schon – das Wählergeld ist der gegenwärtige Zustand der Nation. Und der ist desolat.
Steuernsparen find’ ich cool, wenn ich auch an der illegalen Form der Aktivität schon was zu mäkeln habe. Ich bin ja einer, dessen innerstes politisches Prinzip dahinaus geht, dass jeder Bürger sich verpflichtet fühlen muss, legal so wenig wie möglich Steuern bezahlen zu müssen. Nun, da in Deutschland war der Gedanke zwar ähnlich, nur legal war die Sache dann offenbar nicht.
Wenn ich aber an Freunde, Deutsche, denke, die in Frankfurt leben und mir recht präzise vorgerechnet haben, dass sie 20% ihres Einkommens heute noch für die Wiedervereinigung Deutschlands zahlen (neben den eigentlichen Steuern), dann wundert mich nicht, dass da nördlich von uns bald mal alle guten Leute abgewandert sein werden. Viele kommen ja hierher. Die Leuts aus den deutschen Landen sind unser grösster Einwanderer, legal dann auch noch.
Das finde ich auch toll, übrigens. Aber Jungs und Mädels: Kauft euch hiesige Autonummern bitte, weil das Bisschen könnt ihr ja zahlen, bei all den Steuern, die ihr spart, weil ihr geflüchtet seid, aus dem Land wo brüderlich mit Herz und Hand.
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deutschland
An alle unter uns, für die kochen nicht einfach nur Pflicht ist, sondern eine nicht zu bändigende Passion, ein geliebter Kampf mit dem Geschmack und den vorhandenen Ressourcen:
‘Cantadou’ mit ‘Cantadou Light’ zu ersetzen geht nicht. Der wird bei Hitze irgendwie körnig. Hat mir fast, aber nur fast, den Look von meinem provenzalischen Brotkrümel-Kräutermantel auf meinen Lammfilets verdorben heute. Ich konnte es noch retten, geschmacklich war’s sowieso wunderprächtigstens. Ich werde nächstes Mal ‘St. Môret Light’ versuchen. Aber auch da habe ich Zweifel.
Das verd.. Fett muss halt da sein, sonst wird’s schwierig…
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kochen
Leute aus aller Herren Länder kommen zu dem Ding da in Zürich, um was zu tun?
Das ist der Container-Turm der Taschenfabrikanten mit der Marke ‘Freitag‘, da an der Ecke Geroldstrasse, Hardbrücke ungefähr. ‘Freitag’, die Taschen aus alten Lastwagenblachen sind inzwischen längst weltberühmt, weltvertreten. Ein richtiger Schickimicki-In-Artikel, obwohl eigentlich ursprünglich die Velokuriere ( Hoihoi habi!) Zielgruppe für diese wasserdichten Kreationen waren. Inzwischen gibt’s Freitag auf der ganzen Welt – und es gibt Hauhalte, Bars, Parties, an bzw. in die Leute, die mit einer ‘Freitag’ Tasche daherkommen, keinen Einlass kriegen. Ich kann das irgendwie nachvollziehen, denn die Klientel der Blachenbrüder ist schon etwas… sagen wir mal ’speziell’.
Der ‘Supi’ (der ‘Supermarket’), ein In-Szene-Lokal ist gleich nebenan und ein kuhles Brockenhaus mit einem Berner an der Kasse, der partout nicht mit sich handeln lässt auch. Wie eine offensichtlich in Zürich bewanderte Mitleserin bemerkt hat: Von dem Containerturm hat man eine atemberaubende Sicht auf die Vorgleisanlagen vom Zürcher Hauptbahnhof.
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zürich